Krankengymnastik

Der Begriff Krankengymnastik (KG) wird häufig als Synonym für die gesamte Physiotherapie gebraucht, obwohl es streng genommen nur ein wesentliches Teilgebiet ist.Unter Krankengymnastik im engeren Sinne versteht man die gezielte, planmäßige Durchführung von speziellen Übungen mit Patienten zur Behandlung von Störungen verschiedener Systeme des Organismus, insbesondere des Bewegungssystems.

Haltung und Bewegung des Körpers beruhen auf der integrativen Tätigkeit des Bewegungssystems. Die Information aus der Peripherie über den Funktionszustand der beteiligten Elemente – Muskel, Sehne, Nerv, Gelenk usw. – und die Koordination von Teilfunktionen durch kortikale (im zentralen Nervensystem lokalisierte) und subkortikale (dem zentralen Nervensystem untergeordnete, z. B. Kleinhirn) Zentren sind Grundlage für eine zielgerichtete fließende Bewegung des Menschen.

Jede Form der KG basiert auf diesen natürlichen, quasi vorprogrammierten Abläufe zwischen zentralen und peripheren Systemen. So lassen sich mit der KG nicht nur Effekte an der beteiligten Skelettmuskulatur, sondern auch Wirkungen im Zentralen Nervensystem, am Herz-Kreislaufsystem, am Atemapparat oder an inneren Organen erzielen.